07.01.2017

Fabian Herbers lässt 2016 Revue passieren

Zurück zu den Wurzel: Auf der Anlage des FC Ottenstein begann die Fußball-Laufbahn von Fabian Herbers.
Zurück zu den Wurzel: Auf der Anlage des FC Ottenstein begann die Fußball-Laufbahn von Fabian Herbers.

Fußball: US-Profi auf Heimaturlaub in Ottenstein (MZ 07.01.17)

 

OTTENSTEIN Das Jahr 2016 war in der öffentlichen Wahrnehmung hierzulande kein besonders schönes. Für Fabian Herbers hingegen zählen die vergangenen zwölf Monate zu den besten seines bisherigen Lebens. Vor fast genau einem Jahr erhielt er einen Profivertrag bei Philadelphia Union in der US-amerikanischen Profiliga MLS. Die Feiertage verbrachte der Ottensteiner in seiner Heimat. Dabei fand er auch Zeit für ein Treffen mit unserer Zeitung, ehe am Sonntag sein Flieger zurück in die Staaten abhebt.

Abgehoben scheint Herbers trotz seines Erfolges in den Staaten keinesfalls zu sein. Obwohl er im Ahauser Stadtteil mittlerweile durchaus einen Promistatus erreicht hat. "Die Leute hier verfolgen meinen Weg und freuen sich für mich", erzählt Fabian Herbers. "Es haben jetzt sogar Kinder beim Haus meiner Eltern geklingelt und wollten ein Foto mit mir machen." Dafür stand der 23-Jährige gern bereit. In Philadelphia ist es soweit noch nicht, in der Öffentlichkeit werde er aber hin und wieder erkannt und angesprochen.

Grundsätzlich habe ihm die Rückkehr in die Heimat nach fast einem Jahr gutgetan: Es bot sich die Zeit, das Erlebte ein bisschen sacken zu lassen. "Während der Saison ist man ja im Prinzip permanent im Stress - auch wenn es positiver Stress ist."

"Philadelphia hat viel zu bieten"

Training, Flugreisen zu den Auswärtsspielen und sonstige Verpflichtungen für den Arbeitgeber Philadelphia Union. Dazu noch das Online-Studium, das er parallel betreibt. Langeweile kam bei Herbers nicht auf, nachdem er am 14. Januar 2016 seinen Kontrakt bei der Union unterzeichnet hatte. Mittlerweile hat er sich bestens eingelebt in der Ostküstenmetropole. "Ich fühle mich sehr wohl dort, lebe mit meinem Mitspieler Keegan Rosenberry zusammen in einer Wohnung etwas außerhalb des Stadtzentrums. Philadelphia hat im Vergleich zu vielen anderen US-Städten viel Geschichte und Kultur zu bieten."

Im Mittelpunkt steht aber natürlich der Fußball. Nachdem der Ottensteiner zu Saisonbeginn ausschließlich von der Bank ins Spiel gekommen war, stand er zum Ende der Spielzeit oftmals in der Startelf. 32 von 35 möglichen Einsätzen verzeichnete Herbers, wurde 19 Mal eingewechselt und stand 13 Mal von Beginn an auf dem Platz. Dabei gelangen ihm drei Treffer und sieben Torvorlagen. "Ich hatte großes Glück, dass unser Trainer auf junge Leute setzt und mich so oft eingesetzt hat", so Herbers. Zwei Spiele seines Sohnes verfolgte Vater Dietmar im Stadion mit, einmal reiste auch Mutter Gisela mit in die USA.

Herbers drei persönliche Highlights waren sein Debüt am 6. März im Auswärtsspiel beim FC Dallas, sein erstes Tor für Philadelphia vor heimischer Kulisse am 2. Juni gegen Columbus Crew - ein sehenswerter Schlenzer in den Winkel zum 3:1 - sowie sein erstes Spiel von Beginn an im New Yorker Yankee Stadium am 18. Juni. "In diesem geschichtsträchtigen Stadion aufzulaufen, war schon der Wahnsinn. Da stand ich mit dem Einlaufkind an der Hand im Spielertunnel, schaute neben mich und da stand Andrea Pirlo direkt neben mir. Weiter vorne sah ich dann noch Frank Lampard und David Villa. In dem Moment habe ich mich schon gefragt: ‚Ist das jetzt gerade echt?'" Beim Ertönen des Anpfiffs sei die Nervosität dann aber sofort verflogen.

Neue Saison beginnt am 3. März

Mit seiner Mannschaft erreichte er zwar die Play Offs, dort schied Philadelphia aber in der ersten Runde gegen Toronto aus. Das erneute Erreichen der Play Offs zählt ebenso zu Herbers’ persönlichen Zielen für die kommende Saison wie das Verbessern der eigenen Statistiken - "auf die Zahlen legen die Amis großen Wert", erzählt Fabian Herbers. Sein Vertrag läuft zunächst bis zum Ende der anstehenden Saison, die am 3. März beginnt. Danach hat der Verein noch dreimal die Möglichkeit, eine Option zu ziehen und mit dem Offensivspieler für je ein Jahr zu verlängern. Unter Druck setzen will sich der 23-Jährige aber nicht. "Ich werde, wie auch im letzten Jahr, alles mitnehmen, was geht und hart arbeiten, um mich weiter zu verbessern. Wofür das reicht, werde ich dann sehen."

 

Den Kontakt nach Deutschland pflegt Herbers über E-Mails und die sozialen Netzwerke. Auf Stippvisite in Ottenstein wird er wohl erst wieder im kommenden Winter sein. Freunde und ehemalige Mitspieler dürften den Weg des Ottensteiners in der MLS derweil gespannt weiterverfolgen.

(Autor: Sascha Keirat MZ 07.01.2017)

 

 

 

06.11.2016

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